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Landratsamt bietet Austausch und Information für Ehrenamtliche


Landrat Dr. Ludwig begrüßte am Freitag rund 100 Ehrenamtliche, die sich im Bereich Asyl engagieren zu einer Informationsveranstaltung im Landratsamt Ansbach. „Die aktuelle weltpolitische Lage kann zu einer noch weiteren Zunahme des Zustroms an Asylbewerbern führen. Ohne das Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, wäre die Bewältigung dieser Herausforderung nur schwer möglich. Daher gilt ihnen großer Dank und meine Anerkennung“, betonte Landrat Dr. Ludwig. Der Landrat hob hervor, wie wichtig ihm solche Veranstaltungen seien, die nicht nur zur Information sondern auch maßgeblich zur Vernetzung im flächenmäßig größten Landkreis in Bayern beitragen. Referenten aus den Bereichen Ausländerrecht, Schulamt, Sozialhilfe und vhs informierten im Anschluss zu aktuellen Themen.

Petra Clausen, Asylkoordinatorin des Landratsamtes Ansbach, informierte über versicherungsrechtliche Möglichkeiten für Ehrenamtliche. Sie erklärte etwa, dass über die Bayerische Ehrenamtsversicherung auch Helfer ohne formale Organisation unfall- und haftpflichtversichert seien. Kurt Gerhäußer, zuständig für Leistungen für Asylbewerber, stellte unter anderem die aktuellen Zahlen im Bereich Asyl dar. So würden derzeit bis zu 90 Asylbewerber pro Woche durch die Regierung von Mittelfranken an das Landratsamt Ansbach übermittelt. Derzeit befänden sich rund 2.030 Asylbewerber, die vornehmlich aus Syrien und dem Irak stammen, im Landkreis Ansbach. Jürgen Berger vom Ausländeramt des Landratsamtes Ansbach erklärte unter anderem die Änderungen des Aufenthalts- und Asylgesetzes, die im Herbst 2015 in Kraft getreten ist. Ulrike Schwarz von der vhs zeigte den Teilnehmern der Veranstaltung auf, welche Möglichkeiten und Förderungen für Sprachkurse derzeit existieren. An die von der Bundesagentur für Arbeit geförderten Einstiegskurse könnte sich der Besuch eines Integrationskurses anschließen, der höhere Anforderungen an alle Beteiligten stelle.

Hans Michel Hauptmann vom Schulamt stellte die Beschulungssituation der minderjährigen Asylsuchenden dar. Im Vorfeld der Veranstaltung hatte das Schulamt bereits zu einer Netzwerkveranstaltung für ehrenamtliche Beschulungshelfer wie z.B. Betreuer von Lerngruppen geladen. Besonders freuten sich die Teilnehmer über die Erfahrungsberichte der Ehrenamtlichen Monika Hoenen und Günther Schmidt, die mit zahlreichen weiteren Ehrenamtlichen die Asylbewerber in einem ehemaligen Kloster in Dinkelsbühl betreuen. „Die Erfahrungen der vergangenen Monate waren außergewöhnlich. Wir haben jeden Tag dazugelernt, mitgefühlt, versucht für alle großen und kleinen Dinge Lösungen zu finden und zu ermutigen“, erklärte Monika Hoenen. Diese Erfahrungen teilte auch Günther Schmidt in seinem Bericht: „Die große Zahl von Flüchtlingen hat alle gezwungen zu improvisieren. Wir haben das uns Mögliche getan, um das Beste aus der Situation zu machen und den Menschen zu helfen.“ Jetzt hoffen beide, dass es im nächsten Schritt gelingt, eine gute Integration zu erreichen. Im Anschluss an die Veranstaltung hatten die Teilnehmer noch die Möglichkeit sich auszutauschen und gezielte Fragen an die Referenten an Infotischen zu stellen.

Das Landratsamt versucht derzeit die massive Aufgaben- und Ausgabensteigerung insbesondere in den Bereichen des Ausländer-, Bau-, Gesundheits-, Jugend- und Sozialamtes sowie im Jobcenter und der Liegenschaftsverwaltung bestmöglich zu bewältigen. Doch die finanzielle und personelle Belastung sei laut Landrat Dr. Ludwig massiv. So gab es in diesen Bereichen eine erhebliche Personalmehrung von 14 Stellen bis Ende 2015 auf voraussichtlich bis zu rund 40 Stellen für 2016. Dennoch versuche man die Ehrenamtlichen etwa durch die Asylkoordinatorin Petra Clausen, Informations- und Vernetzungsveranstaltungen für Ehrenamtliche sowie Kommunen, eine Broschüre für Ehrenamtliche sowie die Übermittlung von Publikationen in zahlreichen Sprachen bestmöglich zu unterstützen. Darüber hinaus engagierten sich vor Ort die Bürgermeister und Gemeindeverwaltungen sehr stark, um gemeinsam mit den Ehrenamtlichen und dem Landratsamt Ansbach die Herausforderung zu bewältigen.

Landrat
Dr. Jürgen
Ludwig
Foto Landrat Dr. Jürgen Ludwig
http://www.landkreis-ansbach.de/layout/lk_ansbach/elkat_10-16/html5.html

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