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Internationaler Gedenktag ,,Nein zu Gewalt an Frauen"


Seit 2001 ruft Terre des Femmes weltweit dazu auf, am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, Fahnen mit der Aufschrift „Frei leben – ohne Gewalt“ zu hissen.

Unter dem Motto "WEG AUS DER GEWALT" ruft die diesjährige Mitmachaktion des Hilfetelefons Gewalt gegen Frauen dazu auf, das Schweigen zum Thema Gewalt gegen Frauen zu brechen. Gewalt gegen Frauen ist nach wie vor ein Tabu. Viele Betroffene schweigen aus Angst und Scham, aber auch das Umfeld schaut oftmals weg. Betroffene sollen wissen, dass sie auf dem Weg aus der Gewalt nicht allein sind und dass es Unterstützungsangebote gibt. Unter der Telefonnummer 08000 116 016 werden bundesweit Frauen aller Nationalitäten, mit und ohne Behinderung, die Gewalt erleben oder erlebt haben rund um die Uhr 365 Tage beraten und unterstützt.

Die aktuelle #metoo-Debatte zeigt eindringlich, dass sexuelle Belästigungen und andere Formen von Gewalt an Frauen nicht nur am 25. November, sondern ganzjährig entschieden bekämpft werden müssen. Die Gleichstellungsbeauftragte der Landkreises Ansbach, Sabine Heubeck, fordert in diesem Zusammenhang die dringend notwendige Verbesserung der finanziellen und personellen Situation der Frauenhäuser, Frauennotrufe und –beratungsstellen in Bayern.

Am 1. Februar 2018 wird die Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, für Deutschland in Kraft treten. Artikel 23 dieser Konvention identifiziert angemessene, leicht zugängliche und in ausreichender Anzahl vorhandene Schutzräume für Frauen als einen zentralen Baustein der Gewaltprävention.

In der vom Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration in Auftrag gegebenen Studie zur „Bedarfsermittlung zum Hilfesystem für gewaltbetroffene Frauen und ihre Kinder in Bayern“ wird festgestellt, dass die Gewalt an Frauen in Bayern auf hohem Niveau stagniert. Frauenhäuser sind Fluchtinseln für misshandelte Frauen und ihre Kinder. Aber auch sie sind längst selbst auf Hilfe angewiesen. Insbesondere fehlt es in den bayerischen Frauenhäusern zunehmend an Platz und Personal. In Bayern sind jährlich rund 140 000 Frauen potentiell von körperlicher oder sexueller Gewalt durch ihren Partner betroffen. Aber nur 6 000 bis 9 000 der Opfer haben auch professionelle Hilfe bekommen. Die erschreckenden Zahlen der Bedarfsermittlungsstudie zeigen, dass in den 40 bayerischen Frauenhäusern mehr Frauen abgewiesen werden, als aufgenommen werden können. Zeitnahe Hilfe nach einem Übergriff – egal welcher Art – ist für die betroffenen Frauen und Kinder aber absolut (über-)lebensnotwendig!

Jeder betroffenen Frau muss geholfen werden, auch wenn sie behindert, psychisch erkrankt oder suchtkrank ist oder als Asylbewerberin hier lebt. Dafür dringend notwendig sind mehr Schutzplätze und spezifische Beratungsstellen, ausreichend Personal, Präventionsarbeit, Arbeit mit den Tätern sowie bezahlbarer Wohnraum. Die kreisfreien Städte und Landkreise leisten hier bereits einen großen Beitrag, um den von Gewalt betroffenen Frauen zu helfen. Sie sind aber auch auf die Unterstützung des Freistaats Bayern angewiesen. Es handelt sich bei der Bereitstellung einer ausreichenden Zahl von Betreuungsplätzen nicht um eine regionale, sondern eine gesamtbayerische Aufgabe. Denn auch die Herkunft der Frauen, die in Frauenhäusern Zuflucht suchen, beschränkt sich nicht auf die jeweiligen Trägerkommunen.

Die Frauenhäuser sind jedoch nur eine Säule des Hilfesystems. Weitere Säulen sind die spezifischen Beratungsstellen, Interventionsstellen und Frauennotrufe. Hier wird niederschwellig gearbeitet, viel Präventionsarbeit geleistet und schwer traumatisierten Frauen geholfen, die auch von anderen Formen der Gewalt wie sexuelle Belästigung, Vergewaltigung, Stalking etc. betroffen sind.

Der Gedenktag „Nein zu Gewalt an Frauen“ geht zurück auf die Ermordung der drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 in der Dominikanischen Republik vom militärischen Geheimdienst nach monatelanger Folter getötet wurden. Sie waren im Untergrund tätig und hatten sich an Aktivitäten gegen den tyrannischen Diktator Trujillo beteiligt. Der Mut der Mirabal-Schwestern bei ihrem Kampf gegen den Tyrannen gilt inzwischen als Symbol für Frauen weltweit, die nötige Kraft für das Eintreten gegen jegliches Unrecht zu entwickeln. Seit 1999 ist der 25. November auch von den Vereinten Nationen als offizieller internationaler Gedenktag anerkannt.

Landrat
Dr. Jürgen
Ludwig
Foto Landrat Dr. Jürgen Ludwig
Bundestagswahl 2017 - Wahlkreis Ansbach
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