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Gesundheitsamt informiert zum Thema Depressionen


„Menschen, die an Weihnachtstagen alleine sind, kalte dunkle Wintertage ohne Sonne, aber auch die gerade in der Weihnachtszeit von außen aufgetragene Harmonie begünstigen den Ausbruch depressiver Verstimmungen“, betont Dr. Angelika Albrecht, Ärztin am Gesundheitsamt im Landratsamt Ansbach. Die Mitarbeiterin arbeitete zuvor jahrelang in medizinischen Einrichtungen für psychisch Kranke. Aus Erfahrung weiß Dr. Albrecht daher, dass gerade in den Monaten November und Januar besonderer Beratungsbedarf besteht. Psychische Erkrankungen stehen mittlerweile an vierter Stelle aller gesundheitlichen Beeinträchtigungen und nehmen kontinuierlich zu. Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation wird im Jahr 2020 Depression eine der häufigsten Erkrankungen sein.

Für Dr. Franziska Lenz, Leiterin des Gesundheitsamtes für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach, ist es daher besonders wichtig, psychische Probleme frühzeitig zu erkennen und zu behandeln, da Depressionen in der Regel gut behandelt werden können. So hätten die im Fall einer Depression oft verordnete Antidepressiva heute weitaus weniger Nebenwirkungen und seien besser verträglich als noch vor wenigen Jahren. „Während es selbstverständlich ist, dass man bei einem hohen Blutdruck Medikamente einnimmt, ist die Akzeptanz von Antidepressiva noch nicht in dieser Form vorhanden.“ Symptome wie fehlende Energie und eingeschränkte Leistungsfähigkeit würden von den Betroffenen und vom sozialen Umfeld oft heruntergespielt. Doch die Symptome, insbesondere dann, wenn diese länger anhalten, sollten sehr ernst genommen werden.

„Auch wenn unsere Gesellschaft insgesamt offener gegenüber psychischen Krankheiten geworden ist, unterliegt die Diagnose Depression zu häufig einem Tabu“, erklärt Gerda Blümlein, Leiterin des Sachgebietes Gesundheitsförderung im Gesundheitsamt. Daher unterstütze das Gesundheitsamt verschiedenste Projekte, um auf Hilfsmöglichkeiten bei psychischen Störungen aufmerksam zu machen. So auch das 2016 neu eingeführte Projekt „Verrückt? Na und“. Hierbei handelt es sich um ein bundesweites Programm zur Prävention seelischer Erkrankungen im Schulbereich, das vom Verein Irrsinnig Menschlich e.V. initiiert wurde. Dabei gestaltet ein Sozialpädagoge oder Psychologe gemeinsam mit einem psychiatrieerfahrenen Experten einen Schultag zum Thema seelische Gesundheit. Die Zielgruppe sind Schüler und Berufsschüler im Alter von 14 bis 25 Jahren, ihre Lehrkräfte und andere Bezugspersonen wie etwa Schulsozialarbeiter. Für Fragen zu dem Projekt und dem Thema Depression stehen die Mitarbeiter des Gesundheitsamtes unter der Telefonnummer 0981- 468 7003 gerne zur Verfügung.

Zwischen Oktober 2016 und März 2017 ist das Jahresschwerpunktthema des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege „Bitte stör mich“ – Aktiv gegen Depression“. Dazu wird es im März 2017 einen Bericht zu „Depression in Bayern“ und eine Wanderausstellung zu dem Themenbereich geben, die zur weiteren Aufklärung beitragen sollen.

Wer an sich selbst oder im sozialen Umfeld feststellt, dass er unter zunehmender Niedergeschlagenheit, Ängsten oder fehlender Energie leidet, kann sich auch während der Feiertage beim Krisendienst Mittelfranken unter der Telefonnummer 0911-4248550 oder der Telefonseelsorge unter der Telefonnummer 0800-1110111 jederzeit Hilfe holen.

Landrat
Dr. Jürgen
Ludwig
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