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Geflügelpest - Beobachtungsgebiet


Auf einem landwirtschaftlichen Betrieb im Landkreis Neustadt a.d. Aisch wurde am 10. Januar 2017 die sogenannte Geflügelpest amtlich festgestellt. Bei dem betroffenen landwirtschaftlichen Betrieb handelt es sich um einen Hobbygeflügelbestand. Der Bestand ist bereits geräumt.
Ein Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet wurden eingerichtet, innerhalb derer für Geflügelhaltungen und -transporte strenge Auflagen gelten. Die Betriebe unterliegen der amtlichen Beobachtung und es gilt eine Aufstallungs- und Abschirmungspflicht des gehaltenen Geflügels. Geflügeltransporte in diesem Bereich sind verboten. Verlaufen die Untersuchungen 30 Tage nach Reinigung und Desinfektion des Ausbruchsbetriebes negativ, können die Maßnahmen wieder aufgehoben werden.
Sperrbezirk und Beobachtungsgebiet sind an den Hauptverkehrsstraßen durch Schilder gekennzeichnet.

Die Geflügelpest, die auch als aviäre Influenza bezeichnet wird, ist die Infektion von Geflügel mit dem stark krankmachenden Influenza-Virus (HPAI-Virus, Highly Pathogenic Avian Influenza). Aviäre Grippeviren können Hühner, Puten, Gänse, Enten sowie wildlebende Wasser- und andere Vögel infizieren. Betroffene Wildvögel können zur Ausbreitung der Seuche in Hausgeflügelbestände beitragen und vor allem wildlebende Wasservögel sind häufig symptomlose Träger und Ausscheider der Viren. Da Influenza-Viren sehr leicht übertragbar sind, müssen bei Ausbruch alle empfindlichen Geflügelbestände im gefährdeten Bezirk umgehend aufgestallt werden, um jeglichen Kontakt vor allem zu Wildvögeln zu unterbinden.

Die Infektion mit dem HPAI-Virus führt beim Hausgeflügel oft zum Tod der infizierten Vögel. Die Viren sind sehr leicht übertragbar und verursachen immense wirtschaftliche Schäden. Wenn die Geflügelpest ausbricht werden die Tiere eines betroffenen Bestandes deswegen zur Vermeidung der Ausbreitung umgehend getötet.

Die Influenza-Viren des Menschen gehören zur gleichen Gruppe Influenza-Viren wie die Erreger der klassischen Geflügelpest. Eine direkte Gefahr für die Bevölkerung besteht im Zusammenhang mit dem Ausbruch der Geflügelpest jedoch nicht.

Wegen dem Ausbruch der Geflügelpest in diesem geflügelhaltenden Betrieb im Landkreis Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim legt das Landratsamt Ansbach das Gebiet folgender Gemeinden/Gemeindeteile als Beobachtungsgebiet fest:

von der Gemeinde Colmberg die Ortsteile: Binzwangen und Poppenbach,

von der Gemeinde Neusitz der Ortsteil: Schweinsdorf,

von der Gemeinde Oberdachstetten die Ortsteile: Oberdachstetten und Anfelden,

von der Gemeinde Ohrenbach die Ortsteile: Gailshofen, Gumpelshofen, Habelsee, Oberscheckenbach, Ohrenbach, Reichardsroth,

von der Gemeinde Steinsfeld die Ortsteile: Ellwingshofen, Endsee, Gypshütte, Hartershofen, Reichelshofen, Steinsfeld, Urphershofen,

von der Gemeinde Windelsbach die Ortsteile: Birkach, Burghausen, Cadolzhofen, Guggelmühle, Hornau, Linden, Nordenberg, Preuntsfelden und Windelsbach.

Beobachtungsgebiet im Landkreis Ansbach (Stand: Januar 2017) [PDF: 685 KB]

Die sofortige Vollziehung wird angeordnet.

  1. Für das Beobachtungsgebiet gelten kraft Gesetzes folgende Vorschriften:
    1. Gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel und Federwild, Eier sowie von Geflügel und Federwild stammende sonstige Erzeugnisse sowie tierische Nebenprodukte von Geflügel dürfen weder in noch aus einem Bestand verbracht werden. 
    2. Unabhängig von der Größe eines Bestandes hat der Tierhalter sicherzustellen, dass
      1. die Ställe oder die sonstigen Standorte des Geflügels von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegkleidung betreten werden und dass diese Personen die Schutz- oder Einwegkleidung nach Verlassen des Stalles oder sonstigen Standortes des Geflügels unverzüglich ablegen. 
      2. Schutzkleidung nach Gebrauch unverzüglich gereinigt und desinfiziert und Einwegkleidung nach Gebrauch unverzüglich unschädlich beseitigt wird. 
    3. Gehaltene Vögel zur Aufstockung des Wildvogelbestandes dürfen nicht frei gelassen werden.
    4. Transportfahrzeuge und Behälter, mit denen gehaltene Vögel, frisches Fleisch von Geflügel, tierischen Nebenprodukte von Geflügel, Futtermittel oder sonstige Materialien, die Träger des hochpathogenen aviären Influenzavirus sein können, befördert worden sind, sowie Fahrzeuge, mit denen ein Bestand mit gehaltenen Vögeln befahren worden ist, sind unverzüglich nach jeder Beförderung nach näherer Anweisung des Landratsamtes Ansbach – Veterinäramt – zu reinigen und zu desinfizieren.
  2. Das Landratsamt Ansbach – Veterinäramt - kann unter den Voraussetzungen der §§ 28 und 29 der Geflügelpest-Verordnung Ausnahmen von dem Verbringungsverbot genehmigen.
  3. Bereits mit Allgemeinverfügung vom 22.11.2016 (Amtliche Bekanntmachungen des Landratsamtes Ansbach Nr. 31 in der Ausgabe der Fränkischen Landeszeitung vom 24.11.2016) wurde die Durchführung von Geflügelausstellungen, Geflügelmärkten und Veranstaltungen ähnlicher Art verboten. Dieses Verbot gilt weiterhin.

  Allgemeinverfügung Beobachtungsgebiet [PDF: 70 KB]

Weitere Informationen finden Sie Veterinäramt.

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